ERÖFFNUNG: Ein Haus für alle Bürger

Sieben Varianten waren nötig bis zum schmucken Blumenthaler Bürgerhaus

BLUMENTHAL -Nach vierjähriger Bauzeit ist das Blumenthaler Bürgerhaus gestern eröffnet worden. Die beträchtlichen finanziellen Kraftanstrengungen hätten sich gelohnt, sagte Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn. Der hatte schon zuvor als Kämmerer der Gemeinde mit ein Auge darauf, dass die Kommune nicht viel zuzahlen muss. Denn von den Gesamtkosten in Höhe von 640 000 Euro sind gerade mal vier Prozent Eigenmittel zu berappen. 96 Prozent sind Fördermittel vom Land und Bund.

Der Bau ist für den Bürgermeister ein Beleg dafür, dass das Sprichwort „Allen Unkenrufen zum Trotz“ gilt. Zwei Unkenrufe seien bereits widerlegt worden. Als Unkenruf Nummer eins bezeichnete er die Vorbehalte zur Gemeindegebietsreform im Jahr 2003. Blumenthal sei zwar mit Heiligengrabe zusammengeschlossen, aber von der Gemeinde immer als großes Dorf gesehen worden.

Unkenruf Nummer zwei bezeichnete Kippenhahn die Bedenken, ob denn bei der Masse der Gewerke vernünftig gearbeitet werden könne.

Dem dritten Unkenruf werde demnächst getrotzt, ist sich Kippenhahn sicher: Der neugegründete Verein Kult werde mit der Betreibung zurechtkommen und nicht überfordert sein. Im September werde die Gemeinde mit dem Verein einen Betreibervertrag schließen, der zuvor noch von den Gemeindevertretern behandelt werden müsse. Kippenhahn bedankt sich bei am Bau beteiligten Menschen mit 100 Zollstöcken, die eigens dafür bedruckt worden sind.

Ortsvorsteherin Bettina Teiche resümierte, dass beim Bürgerhausbau besonders viele Frauen aktiv waren, „Frauenpower“ nannte sie das. Monika Platz von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft zum Beispiel habe Visionen, wie Dörfer aussehen können. Wittstocks Architektin Anette Abel bewies Stil und Geschmack bei der Umsetzung des Farbkonzepts. Teiche: „Das ist wunderschön geworden.“

Sina Wehland kümmerte sich um die Ausführung dieser Farbkonzeption. Sie bekam das Lob in Abwesenheit, weil sie im Urlaub weilte. Dafür nahm Vater Fred Wehland, der Jabeler Malermeister, den Blumenstrauß für die Tochter entgegen. „Ulrike Stasch habe Mut und Kraft bewiesen, bis zum letzten Schlüssel zu kämpfen“, lobte die Ortsvorsteherin. Sich selber konnte Bettina Teiche zwar nicht loben, aber jeder Blumenthaler weiß, dass sie mit zur Frauenpower-Runde gehört.

Architekt Bernd Abel erinnerte daran, dass es seit dem Jahr 2008 sieben Varianten für ein künftiges Bürgerhaus gegeben habe. Dazu habe auch die Nutzung im Gebäude der Schule und in dem der Sparkasse gehört. Die hätten aber nicht genutzt werden können.

Am Vormittag war die offizielle Eröffnung. Ab Nachmittag wurde ein zünftiges Bürgerfest gefeiert. (Von Dirk Klauke)

ERÖFFNUNG: Ein Haus für alle Bürger

Sieben Varianten waren nötig bis zum schmucken Blumenthaler Bürgerhaus

BLUMENTHAL -Nach vierjähriger Bauzeit ist das Blumenthaler Bürgerhaus gestern eröffnet worden. Die beträchtlichen finanziellen Kraftanstrengungen hätten sich gelohnt, sagte Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn. Der hatte schon zuvor als Kämmerer der Gemeinde mit ein Auge darauf, dass die Kommune nicht viel zuzahlen muss. Denn von den Gesamtkosten in Höhe von 640 000 Euro sind gerade mal vier Prozent Eigenmittel zu berappen. 96 Prozent sind Fördermittel vom Land und Bund.

Der Bau ist für den Bürgermeister ein Beleg dafür, dass das Sprichwort „Allen Unkenrufen zum Trotz“ gilt. Zwei Unkenrufe seien bereits widerlegt worden. Als Unkenruf Nummer eins bezeichnete er die Vorbehalte zur Gemeindegebietsreform im Jahr 2003. Blumenthal sei zwar mit Heiligengrabe zusammengeschlossen, aber von der Gemeinde immer als großes Dorf gesehen worden.

Unkenruf Nummer zwei bezeichnete Kippenhahn die Bedenken, ob denn bei der Masse der Gewerke vernünftig gearbeitet werden könne.

Dem dritten Unkenruf werde demnächst getrotzt, ist sich Kippenhahn sicher: Der neugegründete Verein Kult werde mit der Betreibung zurechtkommen und nicht überfordert sein. Im September werde die Gemeinde mit dem Verein einen Betreibervertrag schließen, der zuvor noch von den Gemeindevertretern behandelt werden müsse. Kippenhahn bedankt sich bei am Bau beteiligten Menschen mit 100 Zollstöcken, die eigens dafür bedruckt worden sind.

Ortsvorsteherin Bettina Teiche resümierte, dass beim Bürgerhausbau besonders viele Frauen aktiv waren, „Frauenpower“ nannte sie das. Monika Platz von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft zum Beispiel habe Visionen, wie Dörfer aussehen können. Wittstocks Architektin Anette Abel bewies Stil und Geschmack bei der Umsetzung des Farbkonzepts. Teiche: „Das ist wunderschön geworden.“

Sina Wehland kümmerte sich um die Ausführung dieser Farbkonzeption. Sie bekam das Lob in Abwesenheit, weil sie im Urlaub weilte. Dafür nahm Vater Fred Wehland, der Jabeler Malermeister, den Blumenstrauß für die Tochter entgegen. „Ulrike Stasch habe Mut und Kraft bewiesen, bis zum letzten Schlüssel zu kämpfen“, lobte die Ortsvorsteherin. Sich selber konnte Bettina Teiche zwar nicht loben, aber jeder Blumenthaler weiß, dass sie mit zur Frauenpower-Runde gehört.

Architekt Bernd Abel erinnerte daran, dass es seit dem Jahr 2008 sieben Varianten für ein künftiges Bürgerhaus gegeben habe. Dazu habe auch die Nutzung im Gebäude der Schule und in dem der Sparkasse gehört. Die hätten aber nicht genutzt werden können.

Am Vormittag war die offizielle Eröffnung. Ab Nachmittag wurde ein zünftiges Bürgerfest gefeiert. (Von Dirk Klauke)