DEBATTE: Problemlösung auf „vernünftiger Ebene“

Blumenthaler Bürgerhaus soll künftig vom Verein „Bürger- und Leutetreff“ bewirtschaftet werden

HEILIGENGRABE/BLUMENTHAL -Das neue Bürgerhaus in Blumenthal (Gemeinde Heiligengrabe) wird zwar erst am 19. August eröffnet, aber um die Organisation der künftigen Bewirtschaftung wird schon jetzt heftig debattiert.

Vorgesehen ist, dass der erst kürzlich gegründete „Blumenthaler Kultur- und Leutetreff“ die Bewirtschaftung des frisch sanierten Hauses übernehmen soll – ähnlich wie es auch in vergleichbaren Objekten in der Gemeinde bereits praktiziert wird.

Ilona Gottschalk (Wir-FWG) hat damit jedoch ein Problem. Sie sieht erhebliches „Konfliktpotenzial“, wenn es um Haftungsfragen geht. Der Verein laufe Gefahr, im Falle eines Falles mit der Haftung finanziell völlig überfordert zu sein. „Ich will verhindern, dass die Vereinsmitglieder ins offene Messer laufen“, meinte sie nach einem Blick in den Vertragsentwurf mit der Gemeinde. Für sie sei noch vieles ungeklärt. „Was ist, wenn auf dem Spielplatz im Außenbereich ein Unfall passiert?“ Darüber hinaus befürchtet Ilona Gottschalk Probleme im Zusammenhang mit dem Geschäftsinhaber Mario Schimmelpfennig, der sein Geschäft ebenfalls künftig im Bürgerhaus betreiben wird. Wie erfolgen die Betriebsabrechnungen? Gibt es zum Beispiel separate Wasseruhren? Wer ist in welchen Bereichen vor dem Haus fürs Schneeräumen im Winter verantwortlich?

Die Blumenthaler Ortsvorsteherin Bettina Teiche versicherte, dass die Vereinsmitglieder den Vertragsentwurf kennen und sich der Doppelnutzung durchaus bewusst seien. Deshalb sei für eine „maximale Trennung“ gesorgt worden. Im Vorfeld werde alles getan, um mögliche Probleme auf „vernünftiger Ebene“ zu lösen.

Doch damit wollte sich Ilona Gottschalk nicht zufrieden geben. Sie hätte es lieber gesehen, wenn die Gemeinde die Verantwortung übernehmen würde.

„Das kann man tun, aber dann müssten wir es auch in allen anderen Orten so machen“, sagte Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn. Doch dafür sieht er keinen Grund. Vielmehr versicherte er, dass die Methode, einem örtlichen Verein die Bewirtschaftung zu überlassen, in elf weiteren Fällen in der Gemeinde bereits erfolgreich laufe. „Wir haben damit bisher nur die besten Erfahrungen gemacht. Es gab keinerlei Probleme“, sagte er und wies gleichzeitig darauf hin, dass sämtliche Einnahmen durch Nutzungsgebühren in die Vereinskasse fließen, nicht in die Gemeindekasse. Und schon jetzt seien Lesungen oder Filmvorführungen geplant.

Dennoch war man sich in der Runde einig, dass die konkreten Bewirtschaftungskosten erst dann feststehen, wenn das Haus tatsächlich in Betrieb gegangen ist. Um die Kosten von Anfang an im Blick zu haben schlug Bettina Teiche vor, Zählerablesungen im Vierteljahrestakt vornehmen zu lassen, „um keine bösen Überraschungen“ zu erleben. (Von Björn Wagener)

DEBATTE: Problemlösung auf „vernünftiger Ebene“

Blumenthaler Bürgerhaus soll künftig vom Verein „Bürger- und Leutetreff“ bewirtschaftet werden

HEILIGENGRABE/BLUMENTHAL -Das neue Bürgerhaus in Blumenthal (Gemeinde Heiligengrabe) wird zwar erst am 19. August eröffnet, aber um die Organisation der künftigen Bewirtschaftung wird schon jetzt heftig debattiert.

Vorgesehen ist, dass der erst kürzlich gegründete „Blumenthaler Kultur- und Leutetreff“ die Bewirtschaftung des frisch sanierten Hauses übernehmen soll – ähnlich wie es auch in vergleichbaren Objekten in der Gemeinde bereits praktiziert wird.

Ilona Gottschalk (Wir-FWG) hat damit jedoch ein Problem. Sie sieht erhebliches „Konfliktpotenzial“, wenn es um Haftungsfragen geht. Der Verein laufe Gefahr, im Falle eines Falles mit der Haftung finanziell völlig überfordert zu sein. „Ich will verhindern, dass die Vereinsmitglieder ins offene Messer laufen“, meinte sie nach einem Blick in den Vertragsentwurf mit der Gemeinde. Für sie sei noch vieles ungeklärt. „Was ist, wenn auf dem Spielplatz im Außenbereich ein Unfall passiert?“ Darüber hinaus befürchtet Ilona Gottschalk Probleme im Zusammenhang mit dem Geschäftsinhaber Mario Schimmelpfennig, der sein Geschäft ebenfalls künftig im Bürgerhaus betreiben wird. Wie erfolgen die Betriebsabrechnungen? Gibt es zum Beispiel separate Wasseruhren? Wer ist in welchen Bereichen vor dem Haus fürs Schneeräumen im Winter verantwortlich?

Die Blumenthaler Ortsvorsteherin Bettina Teiche versicherte, dass die Vereinsmitglieder den Vertragsentwurf kennen und sich der Doppelnutzung durchaus bewusst seien. Deshalb sei für eine „maximale Trennung“ gesorgt worden. Im Vorfeld werde alles getan, um mögliche Probleme auf „vernünftiger Ebene“ zu lösen.

Doch damit wollte sich Ilona Gottschalk nicht zufrieden geben. Sie hätte es lieber gesehen, wenn die Gemeinde die Verantwortung übernehmen würde.

„Das kann man tun, aber dann müssten wir es auch in allen anderen Orten so machen“, sagte Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn. Doch dafür sieht er keinen Grund. Vielmehr versicherte er, dass die Methode, einem örtlichen Verein die Bewirtschaftung zu überlassen, in elf weiteren Fällen in der Gemeinde bereits erfolgreich laufe. „Wir haben damit bisher nur die besten Erfahrungen gemacht. Es gab keinerlei Probleme“, sagte er und wies gleichzeitig darauf hin, dass sämtliche Einnahmen durch Nutzungsgebühren in die Vereinskasse fließen, nicht in die Gemeindekasse. Und schon jetzt seien Lesungen oder Filmvorführungen geplant.

Dennoch war man sich in der Runde einig, dass die konkreten Bewirtschaftungskosten erst dann feststehen, wenn das Haus tatsächlich in Betrieb gegangen ist. Um die Kosten von Anfang an im Blick zu haben schlug Bettina Teiche vor, Zählerablesungen im Vierteljahrestakt vornehmen zu lassen, „um keine bösen Überraschungen“ zu erleben. (Von Björn Wagener)