Verein will Bürgerhaus auf die Beine stellen - Märker 19.11.2011

Verein will Bürgerhaus auf die Beine stellen

Blumenthal (MZV) „Es war schon eine ganze Portion Euphorie dabei“, erinnert sich Gabriele Rohwedder: „Nun würden wir also ein Bürgerhaus in Blumenthal bekommen, da mussten wir uns im Ort auch etwas einfallen lassen, wie es genutzt werden soll.“

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So vielfältig, wie die Interessen im Ort, sollen auch die Angebote im Blumenthaler
Bürgerhaus sein. © Große

Klar war, dass dies nur über einen Verein geht. „Die Gemeinde Heiligengrabe hat nicht die Möglichkeiten, ein solches Haus mit Leben zu füllen“, sagt Michael Beckmann. „Außerdem ist es besser, wenn wir hier vor Ort für uns selbst etwas auf die Beine stellen, als uns von außen etwas vorsetzen zu lassen.“

Und so wurde am 4. Mai dieses Jahres ein Verein gegründet, der die Trägerschaft für das Bürgerhaus übernahm. Weil es ein Kultur- und Leute-Treff werden soll, gab er sich in schöner Zweideutigkeit den Namen „Blumenthaler Kult e.V.“. Michael Beckmann wurde Vereinsvorsitzender, Gabriele Rohwedder seine Stellvertreterin. Marko Herda übernahm die Aufgaben des Finanzchefs und Heike Neun die der Schriftführerin.

Als das Gebäude nach umfassender Sanierung am 19.August feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde, hatten die inzwischen 20 Mitglieder auch schon klarere Vorstellungen von dem, was sie dort bieten wollen. Auf jeden Fall sollen es Veranstaltungen für alle Menschen im Ort und auch darüber hinaus sein. Marko Herda: „Es gibt schon eine ganze Reihe von Angeboten für Senioren. Wir wollen vor allem auch Kinder und Jugendliche und die Menschen mittleren Alters ansprechen. Ohne natürlich die Senioren zu vergessen.“

Auf der Internetseite des Vereins www.blumenthaler-kult.de sind alle wichtigen Informationen dazu nachzulesen. Am Sonntag, 20. November, zum Beispiel wird von 10 bis 17 Uhr zu einer Adventausstellung vom Blumenladen Dunkelmann eingeladen. Am 30. November liest ab 19 Uhr Buchautor und Märker-Redakteur Reinhard Düsterhöft aus seinem Roman „Ferner Vögel leiser Schrei“.

Mit Ausschank und einem Imbiss im Haus ansässig ist Mario Schimmelpfennig. Eine besondere Situation, die einige Vorzüge biete, meint der Vereinsvorsitzende: „Er ist immer vor Ort und deshalb auch ein wichtiger Ansprechpartner für Bürger, die sich informieren oder zum Beispiel unseren Saal mieten wollen.“ Denn der Blumenthaler Kult-Verein bietet die Räumlichkeiten auch anderen Vereinen zur Nutzung an und kann sich dort ebenso betriebliche oder private Feiern und Veranstaltungen vorstellen. Ein weiterer Anlaufpunkt für all jene, die den Saal mieten wollen, ist Ulrike Stasch unter (033984) 70297. Für Interessenten wichtig zu wissen: Sie können selbst entscheiden, ob sie die Dienste von Mario Schimmelpfennig in Anspruch nehmen wollen oder nicht.

Wer sich für eine Mitgliedschaft und vor allem eine rege Mitwirkung im Verein interessiert, findet unter www.blumenthaler-kult.de alle Informationen und ein Anmeldeformular.

Gemeindeleben: Kult-Verein bewirtschaftet Bürgerhaus - MAZ 13.09.2011

Gemeindeleben: Kult-Verein bewirtschaftet Bürgerhaus

BLUMENTHAL -Der Kult-Verein aus Blumenthal (Gemeinde Heiligengrabe) übernimmt die Bewirtschaftung des kürzlich eröffneten Bürgerhauses in Blumenthal. Ein entsprechender Vertrag mit der Gemeinde Heiligengrabe wurde auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung besiegelt.

Kritik gab es hinsichtlich der Summe von 5000 Euro, die von der Gemeinde pro Jahr zur Kostendeckung an den Verein gezahlt wird. „Die können gar nicht reichen“, sagte Ilona Gottschalk. Sie monierte, dass der Betrag 20  Jahre lang gleich bleibe und fragte, „weshalb das Haus nicht wie die Dörbb-Tenne in Blandikow oder das Bürgerhaus in Maulbeerwalde durch die Gemeinde oder den externen Verwalter“ bewirtschaftet werden kann.

Bürgermeister Holger Kippenhahn betonte, dass der Betrag „eine Schätzung“ sei. Wenn der Finanzbedarf höher sein sollte, „wird der Verein auf die Gemeinde zukommen – und dann wird die Gemeindevertretung eine andere Entscheidung treffen“. Kippenhahn verwies auf die bestehenden elf Bewirtschaftungsverträge dieser Art und gute Erfahrungen. (bw)

Befristete Lösung für die Blumenthaler Jugend diskutiert - MAZ 26.08.2011

ORTSBEIRAT: Jugendklub im Feuerwehrhaus

Befristete Lösung für die Blumenthaler Jugend diskutiert

BLUMENTHAL -Wie es mit dem Blumenthaler Jugendklub weitergeht, wollte Ortsbeiratsmitglied Karl-Friedrich Schült in der jüngsten Ortsbeiratssitzung wissen. Vorerst wird es erstmal keinen Klub geben. Denn der einstige Jugendklub im ehemaligen Gemeindeverwaltungsgebäude am heutigen Bürgerhaus war nach der Schließung geräumt, entkernt und letztlich wie fast alle diese alten Mauern abgerissen worden. Seit mehr als einem Jahr gibt es keinen Jugendklub mehr im Ortsteil.

Versprochen ist, dass der unweit des neuen Bürgerhauses stehengebliebene Gebäudeteil künftig zum Jugendklub wird. Dort residierte bis vor kurzem der Gewerbetreibende Mario Schimmelpfennig mit Einkaufsladen, Getränkehandel und Getränkestübchen. Schimmelpfennig zog ins Bürgerhaus.

Die Außenanlagen am Bürgerhaus und das künftige Jugendklubdomizil sollten bis Mitte 2012 gestaltet werden, sagte Ortsvorsteherin Bettina Teiche. „Wir brauchen in dem Restgebäude auch noch Räume zur Lagerung von Eigentum des Ortsteils und der Gemeinde. Und die Jugend muss sich an der Herrichtung des Klubs beteiligen.“

Karl-Friedrich Schült, der auch Blumenthaler Ortswehrführer ist, meinte: „Klub erst ab 2012 dauert zu lange. Ich habe alleine schon elf Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr. Die wollen dort rein. Wenn das so spät werden soll, müsste ich ihnen über Winter den Feuerwehrraum zur Verfügung stellen.“ Jugendklub im Feuerwehrgerätehaus? Geht denn das? Mit Schlüsselverantwortlichkeit, mit oder ohne erwachsenen Klubbetreuer? Schült nach der Sitzung: „Festgelegte Öffnungszeiten, Klubnutzung unter Aufsicht, das könnte gehen. Der Feuerwehrraum ist von der Fahrzeughalle getrennt.“ Vize-Ortsvorsteher Bernd Geyer dachte auf der Ortsbeiratssitzung laut nach über die Möglichkeiten der Beteiligung der Dorfjugend bei der Herrichtung des Klubs: „Das könnte sich z. B. nur auf einfache Renovierungs-, Räum- und Einrichtungsarbeiten beziehen. Handwerkliche Facharbeiten, zum Beispiel die Dachreparatur, müssten schon von Fachkräften gemacht werden.“

Laut Mario Schimmelpfennig regne es im einstigen Getränkestübchen „nur an einer Stelle ein wenig durch. Aber die jetzigen Schaufenster sollen wohl durch zweiflüglige Fenster ersetzt werden.“

Bürgermeister Holger Kippenhahn meint zum Vorschlag von Karl-Friedrich Schült mit dem übergangsweisen „Jugendklub“ im Feuerwehrgerätehaus: „Ortsvorsteherin Teiche hat den richtigen Zeitrahmen für Gestaltung der Außenanlagen am Bürgerhaus und die Herrichtung des künftigen Jugendklubs genannt. Vorher wird das nichts. Über Karl-Friedrich Schülts Vorschlag kann man nachdenken, die Möglichkeiten und Risiken abwägen und dann entscheiden“. (Von Hajo Nitschke)